© RHENUS · Referenzraum
Renatus-Rhenus von Felshaken

Warum Dein Weg heute leichter werden kann

Der Referenzraum war nicht das Ergebnis einer theoretischen Konstruktion. Er war bereits vorhanden, konnte jedoch erst durch einen über viele Jahre praktisch vollzogenen Prozess erschlossen und in seiner Struktur zugänglich werden.

Der Klärungs-, Rückanbindungs- und Integrationsweg entstand nicht als Konzept, sondern entwickelte sich aus diesem praktisch vollzogenen Prozess. Der Inhalt des Referenzraums wird fortlaufend präzisiert, differenziert, ergänzt und weiter ausgebaut. Die Strukturen, Wirkmechanismen und rekursiven Zusammenhänge wurden nicht erdacht, sondern durch einen erweiterten Bezugsraum erschlossen. Sie wurden durchlaufen, geprüft, korrigiert, Fremdes selektiert und Eigenes integriert, wodurch innere Kohärenz sowie strukturelle und interaktive Passung möglich wurden.

Wer heute diesen Weg beginnt, besitzt dadurch einen entscheidenden Vorteil. Nicht deshalb, weil ihm die Entwicklung abgenommen wird, sondern weil die strukturelle Vorarbeit bereits geleistet wurde.

Die notwendige Komplexität musste einmal vollständig durchdrungen werden. Viele Sackgassen, Umwege und Fehlzuordnungen konnten dadurch bereits geklärt werden. Dadurch verkürzt sich für andere nicht nur der Weg, sondern auch seine Orientierungslosigkeit und Fehlannahmen.

Warum konnte dieser Weg überhaupt entstehen?

Weil die dafür notwendigen Gegebenheiten vorhanden waren. Nicht als Leistung im üblichen Sinn, sondern als Anlage, die ihren Vollzug verlangte.

Manche Entwicklungen müssen zunächst von einzelnen Menschen vollständig durchlaufen werden, bevor sie für andere überhaupt als gangbarer Weg sichtbar werden.

Dieses Phänomen lässt sich auch in anderen Bereichen beobachten. Beispielsweise als Roger Bannister 1954 erstmals die Meile in weniger als vier Minuten lief, galt diese Grenze zuvor über viele Jahre als praktisch unerreichbar.

Innerhalb weniger Monate gelang dasselbe mehreren weiteren Läufern. Nicht weil sich die menschliche Physiologie plötzlich verändert hatte, sondern weil eine bis dahin bestehende Grenze praktisch überwunden worden war.

Ähnlich verhält es sich mit strukturellen Entwicklungsprozessen.

Sobald ein Weg tatsächlich vollzogen wurde, verändert sich der Bezugsraum für diejenigen, die ihn nachfolgend gehen.

Die Gegebenheiten bleiben dieselben – doch Orientierung, Einordnung und Vollzug werden erheblich zugänglicher.

Dabei befinden sich Menschen an sehr unterschiedlichen Punkten ihres Entwicklungsweges.

  • Manche beginnen erst mit Klärung, Rückanbindung, Defragmentierung oder Integration.
  • Andere befinden sich bereits mitten in diesen Prozessen.
  • Wieder andere haben wesentliche Integrationsschritte bereits vollzogen und stehen an der Schwelle zur strukturellen Transformation.

Und an dieser Stelle werden der Vollzug, Regeneration und die rekursive Gegebenheits-Mechanik zunehmend zu einer tragfähigen Einheit.

Der Referenzraum setzt an keinem bestimmten Entwicklungsstand an.

Er schafft einen Bezug, innerhalb dessen die jeweils vorhandenen Gegebenheiten lesbar werden. Dadurch kann er – unabhängig vom Ausgangspunkt – als struktureller Katalysator wirken: nicht indem er Entwicklung ersetzt, sondern indem er

  • Rückanbindung ermöglicht,
  • Klärung anschiebt und beschleunigt,
  • Orientierung wiederherstellt,
  • Integration erleichtert,
  • Regeneration vollzieht und
  • strukturelle Neujustierung umsetzt.

Erwachen allein genügt dabei nicht

Häufig wird von einer neuen Zeit oder einer neuen Welt gesprochen. Doch bevor etwas Neues tragfähig entstehen kann, muss zunächst die bisherige Ordnung verstanden werden. Genau an dieser Stelle endet der Weg vieler Menschen. Selbst diejenigen, die sich als „erwacht“ verstehen, verwechseln häufig das Erwachen mit dem bereits vollzogenen Wandel.

Erwachen bedeutet zunächst nur, nicht mehr zu schlafen.

  • Darauf folgt die Klärung des eigenen Standes: zu erkennen, wo man sich tatsächlich befindet.
  • Erst daraus ergibt sich Orientierung und die Klarheit darüber, wohin der Weg führen soll oder kann.
  • Dann folgen das Aufstehen und das stabile Stehen.
  • Erst danach beginnt der bewusste Vollzug des eigenen Weges.
  • Und erst auf diesem Weg zeigt sich, was tatsächlich trägt.

Wer jedoch ein Ziel erreichen möchte, muss zunächst wissen, wo er sich tatsächlich befindet. Erst daraus entstehen Richtung, Bezug, geeignete Mittel, tragfähige Techniken und die Fähigkeit, den eigenen Weg nicht nur zu kennen, sondern ihn auch zu vollziehen.

Der Referenzraum endet nicht mit der Orientierung. Er wirkt auch im Vollzug und ermöglicht fortlaufende Klärung, Rückanbindung und Rückkopplung sowie strukturelle und funktionale Nachjustierung, damit der eigene Weg dauerhaft an den tatsächlichen Gegebenheiten ausgerichtet bleibt.

© RHENUS Struktur & Referenz

Bei Weitergabe, Zitierung oder Bezugnahme ist die entsprechende Quelle und Schrift-Referenz anzugeben.

Kontakt & Zugänge